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Lieferketten, die Biodiversität schützen

31. Januar 2022

Unser Naturkapital ist essenziell sowohl für das menschliche Wohlergehen als auch für die wirtschaftlichen Aktivitäten. Viele Unternehmen sind auf funktionierende Ökosysteme und ihre Leistungen angewiesen. Auch Ökosystemleistungen, die im Ausland bereitgestellt werden, kommen den Menschen in Deutschland zugute. Unternehmen erfüllen Sorgfaltspflichten, die auf den Schutz der Biodiversität abzielen, oft nur ungenügend. Die Landnutzung, die Gewinnung von Rohstoffen, die Produktion, aber auch die nachgelagerte Lieferkette sind oft nicht nachhaltig. Ökosysteme werden über ihre Kapazitäten belastet oder sogar zerstört. Das führt zum Verlust von Biodiversität und vieler wertvollen Ökosystemleistungen, die ihrerseits grundlegend für das Bestehen der Lieferketten selbst sind. Dabei tragen Unternehmen eine Mitverantwortung für den Schutz der Natur und ihre nachhaltige Nutzung.

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Orientierung an Ökosystemleistungen und Gemeinwohl in der Agrarpolitik

31. Januar 2022

Etwas mehr als die Hälfte der Fläche Deutschlands wird landwirtschaftlich genutzt. Das Umweltbundesamt schätzt für das Jahr 2020, dass die Landwirtschaft für 8,2 % der gesamten ⁠deutschen Treibhausgas⁠-Emissionen verantwortlich war. Die intensive Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen ist nicht nur für das Klima schädlich, sondern auch für die Bereitstellung wichtiger Ökosystemleistungen. Dennoch werden auf Grund Fachrechts und Förderbedingungen durch Monokulturen Lebensräume minimiert, immissionsintensive Tierhaltungsverfahren praktiziert und der massive Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln belastet vielerorts Böden, Grund- und Oberflächengewässer sowie unsere Luft.

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Mehr Stadtnatur, um die Krisen zu bewältigen: Biodiversität, Klima & Gesundheit

31. Januar 2022

Mit der steigenden Nachfrage nach Flächen für Siedlungs-​ und Verkehrszwecke steigt der dauerhafte Verlust an Grünflächen in deutschen Städten. Das führt zu dem Verlust zahlreicher Ökosystemleistungen. Mit der Dichte der Bebauung steigt das Risiko von Luftverschmutzung und Hitzeinseln. Außerdem verursacht der motorisierte Individualverkehr in den Städten Feinstaub und Lärmbelästigungen und ist mit klimaschädigenden Emissionen verbunden. Diese Faktoren beeinträchtigen die menschliche Gesundheit und verursachen erhebliche Kosten im Gesundheitswesen. Stadtnatur und ihre vielfältigen Leistungen können dazu beitragen, gesundheitliche Risiken zu verringern. Bäume und Grünanlagen filtern die Luft und vermindern dadurch unter anderem die Konzentration gesundheitsschädlicher Feinstäube. Pflanzenbewuchs senkt die Lufttemperatur unter anderem durch die Verdunstungswirkung der Vegetation; gerade in Zeiten des Klimawandels mit der zu erwartenden Zunahme von Hitzeperioden spielt die Natur in den Städten eine wichtige Rolle.  

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REWILDING – ein erfolgreicher innovativer Weg zu Wiederherstellung von Ökosystem(leistung)en?

31. Januar 2022

Die ökologischen Grundlagen unserer Gesundheit, unseres Wohlbefindens und unserer Wirtschaft sind bedroht. Unsere Art und Weise des Wirtschaftens und Konsumierens und die damit eingehende Überlastung der Ökosysteme haben uns in eine globale Krise geführt. Ohne die Wiederherstellung unserer Ökosysteme werden wir weder das Artensterben noch die Klima- und die Wasserkrise bewältigen können. Wir brauchen die Natur und ihre Leistungen. Die Natur ist ein Kapitalbestand, der wiederhergestellt werden muss!

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Naturkapital und Landwirtschaft zusammendenken: Empfehlungen für die Umsetzung im Rahmen der Agrarpolitik

21. Oktober 2021

Die Natur ist unser Kapital. Die Leistungen unserer Ökosysteme sind sowohl für die deutsche Landwirtschaft wie auch für die Gesellschaft unabdingbar. Wird die Bereitstellung dieser Leistungen durch agrarpolitische Entscheidungen gefördert werden? Die wesentlichen politischen Entscheidungen zur Umsetzung der Gemeinsamen Agrarpolitik in Deutschland ab 2023 sind gefallen. Wie ambitioniert werden die Länder mit ihren Spielräumen bei der Ausgestaltung der Programme umgehen? Und wie können die Ziele des Europäischen Green Deals, der Farm-to-Fork-Strategie und der Biodiversitätsstrategie im Bereich der Agrar-Umweltpolitik zusammengeführt werden?

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Die Biodiversität im Finanzsektor

21. Oktober 2021

Nicht nur der Klimawandel, sondern auch der Verlust von biologischer Vielfalt bedeutet ein sehr hohes Risiko für unser Wirtschaftssystem. Durch die Interaktion mit Unternehmen hat der Finanzsektor indirekte Auswirkungen auf die Natur und somit auf die Bereitstellung ihrer Leistungen wie z.B. sauberes Wasser, die Regulierung des Klimas, die Fruchtbarkeit der Böden oder die Bestäubung durch Insekten. Das bedeutet nicht nur Risiken für die Gesellschaft, sondern auch für den Finanzsektor selbst.

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Naturschutz als Investition

5. August 2021

Keines der Naturschutzziele, die sich die globale Staatengemeinschaft bis 2020 gesetzt hatte (s.g. Aichi-Ziele), wurde erreicht. Teil der Erklärung ist: Es werden nicht genug Finanzmittel für Naturschutzmaßnahmen bereitgestellt. Die geringen Ausgaben im Naturschutzbereich führen nicht nur zur Zielverfehlung, sondern Sie reduzieren auch den zukünftigen Wohlstand.

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Ökonomisierung der Natur?

11. Februar 2021

Den Naturschutz und die Erhaltung der biologischen Vielfalt vermehrt unter einer ökonomischen Sichtweise zu betrachten wird zum Teil heftig kritisiert. In diesem Beitrag werden die Hauptargumente der Kritiker dargestellt und einer Einschätzung unterzogen.

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Biodiversität und Ökonomie

17. Dezember 2020

Auf den ersten Blick haben Biodiversität und Ökonomie doch rein gar nichts miteinander zu tun! Hier die Natur, die Vielfalt der Arten, der Erhalt unserer Lebensgrundlagen, dort die Wirtschaft, das Gewinnstreben, der Profit, das Geld und die Finanzkrise. Hier die Schönheit, das Natürliche, das unser Herz Erwärmende. Dort die Kälte, das Wider-Natürliche, das vielleicht noch als notwendig Akzeptierte, weil eben unseren Wohlstand und unseren Reichtum unterstützende, doch nichtsdestotrotz das Ungeliebte.

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Die oft verborgenen Werte der Natur – Die Ökonomie der Ökosysteme und der Biodiversität

27. November 2020

Wir befinden uns inmitten dramatischer Veränderungsprozesse, welche die Biodiversität sowie die Funktionen und Leistungen von Ökosystemen bedrohen: der Klimawandel, der Bevölkerungsanstieg, die Veränderung der Konsumgewohnheiten, die Wasserproblematik, der Landnutzungswandel und die Biodiversitätsverluste. Mit dem Schritt von der Anerken-nung der Ökosystemleistungen hin zu ihrer ökonomischen Bewertung wird der vielfältige Nutzen, den uns die Natur bringt, mess- und vergleichbarer. Das fördert einen schonenden Umgang mit den natürlichen Ressourcen und erleichtert nachhaltigere Entscheidungen auf allen Ebenen.

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Über dieses Projekt

Natur ist unser Kapital ist eine Kampagne, um den Wert unseres Kapitals Natur anhand der Aufbereitung von Fallbeispielen aus Wissenschaft und Praxis sichtbar zu machen. Intakte und funktionsfähige Ökosysteme und ihre Leistungen bilden die Existenzgrundlage unseres Lebens. Dennoch wird der Wert dieses Kapitals nicht ausreichend in öffentlichen und privaten Entscheidungen berücksichtigt.

Unsere Art und Weise des Wirtschaftens und Konsumierens führt zu einer Überlastung der Natur. Das beeinträchtigt die Bereitstellung viele ihrer Leistungen und bedroht unsere Gesundheit, Lebensqualität und unser Wohlbefinden. Die Natur ist aus ökonomischer Sicht ein notwendiger Kapitalbestand, den wir erhalten und wiederherstellen müssen.

Nicht die Natur braucht uns, sondern wir brauchen die Natur und ihre Leistungen!